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Geschichte bis 1900

  • Von den zu unserem heutigen Gemeindeverband gehörenden Dörfern wird Tirpersdorf zeitlich im Jahre 1264 erstmalig urkundlich erwähnt
  • Am 1. Juli 1264 überließ dabei Reinbot von Strassberg Geld- und Getreidezinsen zu Tirpersdorf und Kloschwitz "für billigen Preis" den Nonnen Kunigunde und Emiche zu Kronschwitz, die diese Zinsen der Sankt Johanniskirche in Plauen überließen
  • Die Dörfer Lottengrün, Droßdorf, Schloditz und Altmannsgrün werden nach den bisherigen Erkenntnissen urkundlich am 23. Juni 1267 im Urkundenbuch der Vögte von Weida und Gera genannt
  • Die erstmals im Jahre 1268 erwähnte Wallfahrtskirche in Tirpersdorf war ein Filial der Kirche Theuma und diese wurde vom Deutschen Ritterorden gegründet und unterhalten
  • Die Husitenkriege in den Jahren 1419-1436 dürften auch unsere Gemeinde betroffen haben. Plünderung und Totschlag muss dabei an der Tagesordnung gewesen sein, doch genaueres ist leider nicht hinterlassen
  • Bereits ab dem 15. Jahrhundert ist von 2 Rittergütern in Tirpersdorf die Rede
  • Im Jahre 1517 schlug Martin Luther seine berühmten Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg und damit war die Zeit der Reformation herangekommen
  • Der 30-jährige Krieg (1618-1648) brachte für das Kirchspiel Theuma, also auch für Tirpersdorf, vielfältige Schrecken und Leiden. An der Pest starben z. B. im Jahr 1633 in Tirpersdorf 16 Menschen. In den Ortschaften gab es eingefallene Häuser und die Menschen flüchteten, sodass nur noch etwa 16-18 Menschen damals zurückblieben
  • Aus dem 19. Jahrhundert gibt es so gut wie keine Unterlagen, lediglich aus dem Pfarramtsarchiv von 1738-1758 ist zu ersehen, dass im Jahre 1738 in 51 bewohnten Gebäuden 254 Einwohner lebten
  • Anfang des 19 Jahrhunderts war ebenfalls wieder schwere Not an der Tagesordung, denn 1806 wurde Deutschland von den Napoleonischen Armeen besetzt
  • Heinrich von Raab, ein Rittergutsbesitzer aus Tirpersdorf, war Vater von Curt von Raab (1834-1908). Dieser erforschte die Geschichte des Vogtlandes und seiner Ritterschaft und beschrieb auch in seinem Hauptwerk "Regesten zur Orts- und Familiengeschichte des Vogtlandes" die Tirpersdorfer Rittergutgeschichte
  • Am 5. Juni 1833 wurde der erste Schulbau bewilligt, im Jahre 1837 wurde der erste Lehrer eingestellt. Die ehemalige Schule war das heutige Wohnhaus von Herrn Friedmar Michel, gegenüber der Kirche
  • Am 26.3.1839 wurde der erste Gemeinderat gewählt
  • 1846 wird die Straße nach Brotenfeld erbaut
  • 1854-1857 gibt es die ersten Hinweise auf bestehendes Gewerbe (Weber, Schuhmacher und Schneider)
  • 1857 wird erstmals eine Spritzenmannschaft der Feuerwehr erwähnt
  • 1865 wütet in der Gemeinde ein Großbrand, bei dem mehrere Familien obdachlos wurden. Die Mitbürger unterstützen die Betroffenen durch eine Sammlung von 318 Reichstaler
  • 1870 soll die Schulsituation verbessert werden, denn die Schüleranzahl wuchs auf 155-160. Auch Lottengrüner Kinder wurden in Tirpersdorf geschult, doch erst 1872 konnte aus finanziellen Gründen ein zweiter Hilfslehrer angestellt werden
  • 1879 musste die Gemeinde einen extrem strengen Winter hinnehmen, der mit seinen unheimlichen Schneemassen viele Baumaßnahmen in Verzug versetzte. Doch am 7. Juli fand die Einweihung der neu gebauten Schule statt (jetzige Gemeindeverwaltung)
  • Am 1.3.1880 wurde in Tirpersdorf ein Frauenverein gegründet
  • Ende des 19. Jahrhunderts wurden weiter mehrere Gewerbebetriebe (z. B. Bäckerei und Stickerei) eröffnet, Straßen und Wege ausgebessert und gebaut usw.
  • Im Jahre 1900 erfolgt die lange ersehnte, vollständige kirchliche Trennung von Theuma und der sofortige Bau eines Pfarrhauses

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